Giftig-Grün: Lauchsuppe mit Créme Fraiche

Lauchsuppe

Herbstzeit ist Suppenzeit, zumindest für mich. Die Märkte in der Umgebung sind voll mit leckeren, frischen und heimischen Gemüsesorten, die nur darauf warten zu einer herbstlich-leckeren Suppe verarbeitet zu werden. Kürbisse mag ich schon nicht mehr sehen, vielleicht auch deshalb, weil gerade Halloween war. Deshalb habe ich mich für eine einfach, aber nicht weniger leckere Lauchsuppe entschieden. Die Zutaten dafür habe ich direkt auf dem Markt gekauft, das ist nicht nur frisch, sondern auch immer ein echtes Erlebnis.

Die Zubereitung ging wirklich schnell, ich habe nur knappe 30 Minuten gebraucht, inkl. schneiden und pürieren. Nun möchte ich euch aber nicht länger auf die Folter spannen, hier kommt das Rezept.

Zutaten für 4 Portionen Lauchsuppe

5 kleine Stangen Lauch

1/2 Becher Sahne

1 TL Salz

3 TL Gemüsebrühe

Pfeffer

2 Charlotten

1/2 Liter Wasser

3 EL Öl zum Braten (ich habe Rapsöl verwendet)

Créme Fraiche

Und jetzt wird’s grün

Schritt 1:
Damit die Lauchsuppe auch wirklich Geschmack bekommt, brauchen wir Zwiebeln. Und weil ich keine normalen Zwiebeln mag, nehme ich alternativ immer Charlotten. Die brennen zwar auch in den Augen, haben aber nicht diesen herben Zwiebelgeschmack. Die Alternativ-Zwiebeln werden geschält und grob in Scheiben geschnitten. Es ist nicht nötig, die Charlotten sehr fein zu schneiden, weil die Lauchsuppe zum Schluss vollständig püriert wird.

Schritt 2:

Jetzt brauchen wir eine großen Topf. Die Lauchsuppe reicht zwar nur für vier Portionen, aber je größer der Topf, desto weniger Sauerei gibt es später beim Pürieren. Die Charlotten werden jetzt mit dem Öl schön knusprig im Topf bei mittlerer Hitze gebraten. Regelmäßig umrühren, sonst brennt alles an und die Lauchsuppe schmeckt später nicht mehr lecker.

Schritt 3:

Während die Charlotten vor sich hin braten, könnt ihr schon einmal den Lauch mit Wasser putzen und in Scheiben schneiden. Auch hier ist es nicht nötig, dünne Scheiben zu schneiden. Ich schneide den Lauch gern mit dem gesamten Grün, ich finde, das gibt der Lauchsuppe noch mal einen extra Geschmack.

Schritt 4:
Den geschnittenen Lauch jetzt zu den Charlotten in den Topf geben und – wie man so schön sagt – glasig anbraten. Das bedeutet nicht, dass der Lauch jetzt durchsichtig werden muss, aber er sollte etwas an Kraft verlieren, in Bayern sagen wir dazu „lätschert“ werden. Ohne Fach-Chinesisch bedeutet das: Den Lauch etwa fünf Minuten mit den Charlotten anbraten. Dazu könnt ihr gleich Salz und Pfeffer geben, so bekommt der Lauch schon einmal etwas Geschmack.

Schritt 5:

Jetzt kommt das Wasser dazu. Ich muss sagen, ich handle hier immer etwas nach Gefühl: Ihr dürft nur soviel Wasser dazu, dass der Lauch im Topf fast bedeckt ist. Nimmt man zuviel Wasser, wir die Suppe später zu flüssig. Und lieber zu wenig als zuviel, ihr könnt später noch Wasser hinzugeben, wenn ich die Lauchsuppe zu dickflüssig ist.

Schritt 6:

Nach etwas zehn Minuten Kochzeit, den Topf von der Herdplatte nehmen und mit dem Handmixer so lange pürieren, bis ihr die gewünschte Konsistenz habt. Ich mag es immer, wenn noch ein paar Lauchstücke in der Suppe bleiben, wer es wirklich cremig mag, der püriert einfach etwas länger.

Schritt 7:

Die fast fertige Lauchsuppe kommt jetzt wieder auf die Herdplatte bei ganz geringer Hitze. Wem die Lauchsuppe noch zu dickflüssig ist, der gibt einfach ein bisschen Wasser dazu. Jetzt geht es ans Abschmecken: Gemüsebrühe und Sahne dazu und alles noch mal eine Minute aufkochen lassen.

Die fertige Lauchsuppe schmeckt am besten, wenn noch ein Klacks Créme Fraiche drauf kommt. Serviert mit frischem Brot, ein echter Traum.

Lasst euch die Lauchsuppe schmecken :-) Ich hoffe, ich komme bald dazu, eine weitere Herbstsuppe zu zaubern!

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