Hefeteig ganz leicht selbst gemacht

Hefeteig

Hefeteig ist beim Backen sehr vielseitig einsetzbar. Er eignet sich für Brote, Pizzen, Semmeln und Partysnacks. Die Zubereitung ist relativ einfach, sofern dabei einige wichtige Dinge beachtet werden. Dieses Rezept lässt sich nach Belieben variieren und kann so für viele Varianten verwendet werden.

Um ehrlich zu sein, habe ich eine gefühlte Ewigkeit gebraucht, bis ich endlich mal einen anständigen Hefeteig hinbekommen habe. Stundenlang habe ich das perfekte Rezept gesucht, aber der blöde Teig wollte einfach nicht gelingen.

Damit Dir das nicht passiert, habe ich mir alles ganz genau aufgeschrieben :-)

Hefeteig mit Hefegarant, Trockenhefe oder frischer Hefe?

Mit welcher Art Hefe der Teig hergestellt wird, ist irgendwie eine Glaubensfrage. Die einen schwören auf frische Hefe, die anderen auf Trockenhefe. Ich schwöre auf Trockenbackhefe. Das hat gleich mehrere Gründe.

Hefeteig mit Trockenbackhefe

  1. Trockenbackhefe ist länger haltbar
  2. im Gegenteil zur frischen Hefe geht sie immer auf
  3. man braucht weder Wärme noch Zucker, damit die Hefe aufgeht

Du siehst schon, ich finde keine Nachteile der Trockenbackhefe. Frische Hefe hingegen hat bei mir noch nie richtig funktioniert. Entweder war die Flüssigkeit zu heiß oder es war zu wenig Zucker drin, oder, oder, oder. Ich hielt mich immer an alle Hinweise in den Rezepten, aber der Hefeteig wollte einfach nicht gelingen.

Tipps & Tricks: Hefeteig selber machen

  1. Hefeteig mag keine Zugluft! Achte daher immer darauf, dass die Fenster geschlossen sind. Das ist im Sommer vermutlich ziemlich doof, aber wenn der Teig Zugluft abbekommt, geht er später nicht auf.
  2. Wenn Du lieber Hefegarant verwenden möchtest, reduziert sich die „Gehzeit“ vom Hefeteig auf nur 15 Minuten. Das ist praktisch, wenn es mal schnell gehen muss
  3. Wenn Du Trockenbackhefe verwendest (oder frische Hefe) musst Du mehr Zeit zum „Gehen“ einplanen.
  4. Geeignete Plätze zum „Gehen“:
    1. Backofen: Du kannst den Hefeteig im Ofen gehen lassen. Dazu den Backofen auf 50 Grad aufheizten, Teig in einer Schüssel mit einem Küchentuch bedeckt so lange im Ofen gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
    2. Mikrowelle: Auch hier kommt der Teig in eine Schüssel und wird mit einem Tuch abgedeckt. Schalte die Mikrowelle auf 90 Watt und lasse den Teig für 5 Minuten dort gehen. Anschließend muss er noch weitere 5 Minuten ruhen.
    3. Zimmer: Ich lasse meinen Hefeteig immer bei Zimmertemperatur gehen, das sind zwischen 18 und 21 Grad. Das dauert zwar, aber ich nutze die „Gehzeit“ um die Küche aufzuräumen. Wichtig auch hier: Schüssel abdecken.
    4. Kühlschrank: Man kann den Hefeteig auch abends vorbereiten und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Hierzu auch die Schüssel abdecken.

Egal welche Hefe Du verwendest, der Hefeteig mag es warm, trocken und ohne Zugluft! Tipp: Ich schließe immer alle Fenster und Türen in der Küche. An kalten Tagen schalte ich den Ofen schon auf die gewünschte Temperatur an. Da komme ich zwar ziemlich ins Schwitzen, aber mein Teig geht garantiert auf.

Hefeteig-Gebäck aufbewahren

Hefeteig-Gebäck schmeckt – wie jeder andere Kuchen auch – frisch am besten. Aber das geht halt nicht immer, deshalb achte ich beim Aufbewahren von Teig immer darauf, dass er vollständig ausgekühlt ist.

Das Backstück bleibt einige Tage frisch, wenn es luftdicht verpackt aufbewahrt wird. Dazu eignet sich ein Brotkasten oder ein Gefrierbeutel.

Der fertig gebackene Hefeteig kann ganz easy eingefroren werden und hält sich so über mehrere Monate. Tipp: ich friere die Hefeteig-Gebäck-Stücke immer portionsweise ein. So kann ich sie einfach bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

Zutaten für den Hefeteig

Die Zutaten reichen für ein Brot oder zwei mittlere Pizzen.

  • 200 Milliliter Milch
  • 125 Gramm Butter oder Margarine
  • 500 Gramm Weizenmehl
  • 1 Packung Trockenbackhefe (oder ein Würfel frische Hefe)
  • 60 Gramm Zucker (sofern es eine süße Variante wird)
  • 1 Packung Vanille-Zucker (sofern es eine süße Variante wird)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier (Größe M)

Rezept Hefeteig selber machen

Schritt 1: Butter und Milch vorbereiten

200 Milliliter Milch und 125 Gramm Butter in einem Topf erwärmen und zwar so lange, bis sich die Butter vollständig aufgelöst hat. Achte dabei darauf, dass Du immer wieder umrührst, sonst brennt die Milch an. Ich stelle die Herdplatte immer auf Stufe 5 von 9.

Schritt 2: Teig herstellen

Während die Milch mit der Butter erhitzt, gibst Du 500 Gramm Mehl und 1 Packung Trockenhefe in eine große Rührschüssel und vermengst alles gut miteinander.

Wenn sich die Butter aufgelöst hat, kommt die Milch-Butter-Mischung ebenfalls in die Schüssel. Gib‘ nun 60 Gramm Zucker und 1 Packung Vanille-Zucker (beides nur, sofern Du den Hefeteig für ein süßes Gebäck möchtest), 2 Eier und 1 Prise Salz dazu.

Schritt 3: Teig kneten

Nun wird der Teig mit dem Mixer und dem Knethaken vermengt. Beginne mit der niedrigsten Stufe und achte darauf, dass sich alle Zutaten grob miteinander vermengen. Löse Mehlreste mit dem Teigspachtel vom Rand der Schüssel.

Damit eine schöne und glatte Hefeteig-Masse entsteht, muss der Teig jetzt fünf Minuten auf hoher Stufe mit dem Knethaken geknetet werden.

Wer keine Küchenmaschine hat, der braucht etwas Kraft und Ausdauer. Manche Rezepte schlagen eine Knet-Zeit von zwei Minuten vor, ich habe aber festgestellt, je länger der Teig gleichmäßig geknetet wird, desto besser wird er später.

Der Hefeteig ist dann fertig, wenn der Teig zäh und klebrig am Knethaken hängt.

Die Schüssel mit dem fertigen Hefeteig mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 30 Minuten gehen lassen.

Wenn sich das Volumen verdoppelt hat, ist der Hefeteig zur weiteren Verarbeitung bereit.

Tipp: wer Brot oder Semmeln (Brötchen) machen möchte, der sollte den Teig – nachdem er in geformt hat – noch eine weitere Stunde auf dem Backblech gehen lassen.

Rezeptideen für den Hefeteig


Quellen:

Dr. Oetker

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